Das Recht an der eigenen Nummer

Für die meisten Mobilfunknutzer lohnt sich zum Ende der Vertragslaufzeit ein Wechsel des Tarifs bzw. des Anbieters. Da sich die Preismodelle in immer kürzeren Abständen ändern und die Mobilfunk-Kosten generell sinken, rentiert sich eine Vertragsverlängerung in der Regel nicht. Auch im Prepaid-Sektor herrscht immer mehr Bewegung. Die Provider unterbieten sich mit den Nutzungsentgelten und locken mit tollen Angeboten. Ein Anbieterwechsel geht aber nicht zwangsläufig einher mit einem Rufnummernwechsel. Da viele Kunden ihre Handynummer behalten möchten, gibt es seit vielen Jahren die Möglichkeit der Rufnummernportierung. So ist es bereits seit 2002 möglich, ab 123 Tage vor und bis zu 85 Tage nach Vertragsende zu beantragen, die bestehende Nummer zum neuen Anbieter mitzunehmen. Portiert wird dabei erst nach Vertragsende, d.h. der Nummernbesitzer muss das Ende des alten Vertrags abwarten, bis er mit seiner bekannten Nummer den neuen Tarif nutzen kann.

Neue Regelung seit 2012

Im Jahre 2012 trat eine entscheidende Änderung im Telekommunikationsgesetz in Kraft. Von nun an kann die Handynummer nicht mehr nur innerhalb der o.g. Frist mitgenommen werden, sondern zu jedem Zeitpunkt eines laufenden Vertrags portiert werden. Nun muss nicht mehr bis zum Vertragsende abgewartet werden, um die alte Nummer mit neuem Tarif verwenden zu können. Auf diese Rufnummernportierung hat jeder einen Rechtsanspruch. Zwar fallen meist – wie auch bei der „herkömmlichen“ Mitnahme – Gebühren in Höhe von ca. 25 bis 30 Euro an, verweigert werden kann die Portierung aber nicht. Der alte Anbieter wird natürlich nicht auf die Fixkosten, die für den Rest der Vertragslaufzeit anfallen, verzichten. Entweder läuft der alte Vertrag daher mit einer neuen Handynummer bis zum Ende weiter oder der Altanbieter stellt alternativ eine Endabrechnung. Dennoch kann sich eine sofortige Mitnahme auszahlen, wenn der neue Tarif günstiger ist oder sich das Nutzungsverhalten derart geändert hat, dass der alte Tarif einfach nicht mehr passend ist.
Generell wird die Nummer samt Vorwahl übernommen, auch wenn altes und neues Netz nicht identisch sind. Zu beachten sind bei beiden Formen der Portierung einige wichtige Punkte, ohne die die reibungslose Übernahme der Nummer nicht gewährleistet werden kann. Eine Übersicht dieser Punkte finden Sie hier.

Rufnummern-Import keine Pflicht

Zwar sind alle Mobilfunkanbieter dazu verpflichtet, die Handynummer eines Kunden zur Mitnahme freizugeben. Der Import durch den neuen Provider ist jedoch freiwillig. Viele Anbieter bieten dies dennoch gerne an. Dazu gehört auch der Discounter DeutschlandSIM, der Smartphone- und iPhone-Tarife mit verschiedenen Flatrates in seinem Angebot führt. Durch die neue Regelung spricht künftig also noch weniger gegen den Wechsel des Mobilfunkanbieters, so dass günstiges mobiles Telefonieren, Simsen und Surfen noch einfacher geworden ist.